Müsste nicht die für uns und die nachwachsenden Generationen überlebenswichtige Verankerung regenerativer Ressourcen den wesentlichen Teil unserer Debatte ausmachen?
Was hinterlassen wir unseren Kindern und Enkeln: einen ausgelutschten Planeten, der unsere Konsumgier befriedigt und unzählige Menschen aus ihrer Heimat vertrieben hat.
Die Menschen, die wir dann an den Grenzen mit NATO-Draht verletzt, mit Gummiknüppeln verprügelt oder gleich im Mittelmeer ersäuft haben.
Müsste nicht auf Seite eins des Haushaltplanes stehen, was wir vordringlich zu tun haben?
Nämlich zu überlegen, wie wir diese Umweltprobleme und damit einhergehend auch einen Teil der sozialen Probleme endlich richtig in den Griff kriegen. Der Verweis auf den Bund und das Land ist hier einfach, aber einige Maßnahmen sind auch für Bergneustadt ganz einfach umzusetzen und würden gar Geld sparen, bzw. nichts kosten:
Müssen wir, jede Böschung derart abrasieren, dass aber auch keine Spinne mehr überlebt, jede Wiese, wie einen Golfplatz alle 14 Tage abmähen, mit Laubläser und -sauger Höllenlärm verursachen und jeden kleinsten Käfer ins Jenseits befördern?
Müssen wir an alle Ecken hässliche Parkplätze schaffen und die Straßen weiter ausbauen, statt zurück zu bauen?
Müssen wir, Plastik an allen Kiosken und Frittenbuden zulassen? selbst, wenn die Gäste vor Ort essen, kriegen sie in manchen Buden Schaumstoff- Teller und Plastikgabeln, weil Spülen zu aufwendig wäre.
Müssen so viele Kippen auf der Straße landen? Die Autos so rasen? Usw. Usf.
Nein- müssen sie nicht. Aber…. wir haben ja nicht die Kapazitäten im Ordnungsamt/in der Verwaltung.
Der Radfahrer mit 25 km/h wird als „Raser“ auf dem Alleenradweg mit Bodenschwellen ausgebremst und behindert, auf der B55 können Raser mit >80km/h und Poser >100dB unbehindert und ungestraft hin und her fahren.
Die Polizei bettelt schon in der Tagespresse um Videoaufnahmen aus der Bevölkerung, die die Raser filmen soll.
Vielleicht soll die Bevölkerung auch gleich noch nach den Dieben Ausschau halten, den Mördern, den Trickbetrügern.... Nein- auch das müssen wir nicht. Denn es ist immer eine Frage der Prioritäten, ob ich den Parksünder auf dem Parkplatz, wegen fehlender Parkscheibe notiere oder das Auto auf dem Radweg und Fahrradschutzstreifen. Und letzteres vielleicht sogar abschleppen lasse (Kosten helfen beim Lernen).
Diese Prioritäten sind nicht erkennbar. Es ist nicht gewollt. Das gibt ja Konfliktstoff (wirklich?)
Aber was passiert, wenn wir diese Prioritäten nicht ganz schnell ändern?:
Wir haben es 2015 erlebt, indem wir viele Flüchtlinge aufgenommen haben und dabei die Gesellschaft fast gespalten wurde, weil einige nur um ihr eigenes Wohl besorgt waren und vor lauter Egoismus die hässliche Seite des Menschen an den Tag gelegt haben.
Wir haben es in diesem Jahr erlebt mit der Flut an der Ahr, Erft und anderen Flüssen und Bächen. Wir selber sehen es nicht, wie jetzt in diesem Moment kleine Inseln und Staaten versinken, teils im Wasser, teils an Trockenheit und im humanen Chaos, das dadurch entsteht. Aber wir müssen ja den Plastik Teller 1mal benutzen und verbrennen. Weil wir es können und es kurzsichtig billiger ist. Basta.
Lassen Sie uns Bergneustadt positiv umweltbewusst und sozial umkrempeln. Und alle werden sich hier wohler fühlen. Die neue Klimaschutzbeauftragte ist ein gutes richtiges Zeichen. Mehr davon, viel mehr!
Tempo 30 auf der B55. Ach da ist der Kreis zuständig! Mit dieser Kreisumlage, von über 21 Mio € könnten wir in Bergneustadt alle Probleme leicht lösen. Was kann man tun, damit auch ein Kreis mehr für die Menschen denkt und weniger an die Autos. Wahlen. Und das kleine Fenster, das Bergneustadt offensteht.
Wir alle sind doch auch ein wenig bequem und wenn wir von Stadt und Kreis und Land und Bund ein bisschen mehr in unserer Bequemlichkeit gestört werden, so hilft das sehr viel. Wenn die Kippe 25.-€ kostet (was es ja auch jetzt schon tut), werfe ich sie nicht mehr achtlos weg, sondern entsorge sie vielleicht sogar so, dass damit etwas Neues produziert werden kann. Und solche Beispiele gibt es zuhauf.
Bündnis 90/Die Grünen stimmen dem Haushalt zu und bedanken sich bei der Verwaltung für die akribische und umfangreiche Arbeit. Und wünschen aber auch der Kämmerei einen stärkeren Blick auf die Umwelt- Artenschutz- und Klimabedingten Sorgen, die wir weltweit, aber auch vor unserer Haustüre haben.
Bilden wir uns nicht ein, dass wir allein die Welt retten, aber wir können ein klein wenig dafür sorgen, dass wir hier in unserer Stadt daran arbeiten und mit Freude unsere Energie stärker darauf verwenden. Denn noch können wir es und wir können es jetzt und hier, während an anderen Stellen der Welt, die Menschen es nicht mehr können, weil sie ums nackte Überleben kämpfen. Nur, damit wir mit Plastikteller und Gabel unser Antibiotika- Schnitzel in uns hinein stopfen, die Beilagenkartoffeln in den Müll werfen und auf den Brokkoli verzichtet haben, der dann neben der Gabel und den Kartoffeln landet und deswegen CO2-relevant verbrannt werden muss.
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